Dampfshops – Marketingideen trotz TabakerzG

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Werbung für E-Zigaretten – Was ist erlaubt und Was funktioniert?

Mit dem TabakerzG entstand seiner Zeit eine hitzige Diskussion in den Dampfshops. Bis heute existieren sehr viele unterschiedliche Auffassung darüber, welche Werbemaßnahmen noch risikofrei durchgeführt werden dürfen. Mittlerweile haben die meisten Dampfer-Läden Marketingkanäle gefunden, die Sie selbstbewusst mit entsprechenden Kampagnen bespielen. Einige Vapeshops verzichten allerdings auf Marketingkanäle und Ideen, bei denen Sie sich unsicher über die Rechtslage sind. Dieser Artikel versucht hier etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Im zweiten Teil wollen wir Ihnen einige grundlegende Denkanstöße für Ihr Dampfermarketing an sich geben. Denn oft sind es ganz Grundlegende Basics die den Erfolg schmälern und nicht die komplizierte Rechtslage der Branche. Wer sein Wissen bezüglich TabakerzG vertiefen möchte, dem sei dieser Artikel vom Vaper Guru ans Herz gelegt: Informationen zum Werbeverbot für E-Zigaretten.

 

 

Welche Kanäle kommen nicht in Frage?

 

Printmedien

Printmedien wie z.B. Zeitschriften für Produktwerbung zu nutzen ist grundlegend untersagt. Aus Marketingsicht ist dieser Umstand aber kein Beinbruch. Denn  Printmedien sind heutzutage nicht gerade das erfolgreichste Marketingmedium. Zum Ersten ist die Erfolgsmessung relativ unpräzise. Aber auch die Erfolgsquote an sich, bleibt naturgemäß hinter anderen Marketingkanälen zurück. Den Verlust dieses Marketingkanals, können Sie also sicher verschmerzen. Vor allem deshalb, weil das Interesse an Printmedien immer weiter zurück geht. Bemerkbar wird dieses regelrechte Zeitungssterben an der sogenannten Gesamtauflage. Diese Betrug 1991 noch 27,3 Millionen Exemplare. Im Jahr 2018 waren es nur noch 14,1 Millionen. Schauen Sie sich die Statistik einfach selbst an: Gesamtauflage Statistik.

 

Produktplatzierung, Fernsehwerbung

Beide Kanäle werden im TabakerzG explizit erwähnt und sind damit untersagt. Im Paragraph 20 des TabakerzG werden diese „audiovisuellen Mediendienste“ explizit erwähnt. Aber auch dieser Channel ist für die Dampfer-Branche kein großer Verlust. Naja zumindest für die meisten Unternehmer nicht. Fernsehwerbung hat natürlich Ihren Reiz. Bei entsprechendem Geldeinsatz (und ich meine vieeeeel Geld) erreicht man dadurch natürlich eine große Anzahl potentieller Kunden. Aus dieser Perspektive wäre Teleshopping auch sehr interessant. Gerade bei den vielen erklärungsbedürftigen Produkten aus dem Vape-Sektor wäre die zusätzliche Zeit auf einem Shoppingsender nützlich. Allerdings wissen wir aus der Innocigs E-Zigaretten Umfrage 2018, dass die Mehrheit der Dampfer Männer mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren sind. Ganze 76,5% der Dampfer sind Männer. Dem entgegen steht die Hauptzielgruppe von Teleshopping-Sendern. Das sind nämlich Frauen, im Alter zwischen 40 und 69 Jahren.

 

 

Diese Channels machen Sinn:

 

Facebook-Werbung

Klassische Facebook-Werbeanzeigen sind juristisch sehr diskussionsfähig. Generell gilt wie bei allen Werbemaßnahmen der Branche, sehen Sie unbedingt von direkter Produktwerbung ab. Gemäß TabakerzG sind Sie da ganz schnell in dem explizit verbotenen Bereich. Was Sie im Bereich Social Media allgemein aber tun können, ist Fans bzw. Follower sammeln. Fokussieren Sie sich am besten darauf, wofür soziale Netzwerke ursprünglich gedacht waren – vernetzen Sie sich mit Ihren Kunden. Dafür sind oft keine bezahlten Werbemaßnahmen notwendig. Mit einer E-Mail an Ihre Kunden können Sie einfach dazu aufrufen Ihrer Seite zu abonnieren. Auf Ihrer eigenen Unternehmensseite können Sie dann über Neuheiten informieren.

 

Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk auf diese Weise zu nutzen ist durchaus sinnvoll. Zum ersten ist die Realisierung ohne großen finanziellen Aufwand möglich. Zum zweiten ist die dadurch generierte Zielgruppe von hoher Qualität. Da diese Interessenten durch das Abonnement Ihrer Seite klares Interesse bekunden, sind Sie sehr empfänglich für Ihre Botschaften. Das wissen Sie sicher gut zu nutzen.

 

Reviews/Produkttest

Wenn Sie Ihre Produkte von Youtubern mit großer Reichweite testen lassen, ist dies laut TabakerzG unproblematisch. Aus Marketingsicht ist dieser Kanal durchaus relevant. Mit einem Youtube-Kanal der viele Abonnenten hat erreichen Sie sehr viele potentielle Käufer auf einen Schlag. Das diese Abonnenten Ihrem liebsten Youtuber sehr viel Vertrauen entgegen bringen ist völlig klar und für Sie ideal.

Das einzige Risiko bei dieser Art der Werbung ist, dass es sich tatsächlich um einen Produkttest handelt. Überzeugt Ihr Produkt nicht, dann wird das auch so kommuniziert werden. Sie sollten also nur mit Dingen werben, von denen Sie wirklich und berechtig überzeugt sind. Solche Produkttests sind das moderne Äquivalent zur guten alten Mundpropaganda. Denken Sie über diese Option ruhig mal nach.

Tipp: Schauen Sie sich an ob die Zielgruppe des Youtubers mit Ihrer Zielgruppe übereinstimmt.

 

 

Gewinnspiel

Gewinnspiele gehen immer. Achten Sie einfach darauf kein bestimmtes Produkt zu verlosen. Das könnte berechtigterweise als Werbemaßnahme zum Verkauf dieses Produktes interpretiert werden. Fokussieren Sie sich auf Gutscheine oder sogar ganz Warenkörbe. Ganz im Ernst, Gewinnspiele sind ein tolles Marketingwerkzeug. Sie schlagen dabei viele Fliegen mit einer Klappe. Ganz besonders wenn Sie das Gewinnspiel mit den sozialen Medien pushen. Folgendes Vorgehen hat sich bewährt:

 

Schritt 1: Sagen Sie Ihrer Community, dass es ein Gewinnspiel geben wird.

Dafür können Sie gerne mehrere einzelne Postings machen. Diese schüren die Vorfreude und erhöhen die Reichweite des eigentlichen Gewinnspiels. Auf diese Weise haben Ihre Abonnenten Zeit, dass kommende Gewinnspiel bei Freunden und Bekannten weiter publik zu machen.

 

Schritt 2: Gewinnspiel-Posting machen

Erklären Sie das Gewinnspiel und wählen Sie die richtigen Teilnahmebedingungen aus. In der Regel verlangt man zur Teilnahme, dass mindestens drei weitere Freunde im Gewinnspiel-Post markiert werden. Außerdem können Sie eine weitere Aktion, wie das Posten eines eigenen Beitrages zur Teilnahme am Gewinnspiel festlegen.

 

Schritt 3: Gewinner auswählen

Entweder ziehen Sie einen Gewinner nach dem Zufallsprinzip oder Sie wählen denGewinner selbst aus. In beiden Fällen sollten Sie ein extra Posting machen. Dieses Posting beendet das Gewinnspiel offiziell und gibt den Gewinner bekannt. Sie sollten in jedem Fall transparent sein und den Teilnehmern die nicht gewonnen haben zeigen, dass das Gewinnspiel echt war. In der Vergangeheit wurde hier viel betrogen. Über diesen Verdacht wollen Sie erhaben sein. Schließlich folgen sicher weitere Gewinnspiele mit hoffentlich noch größerer Beteiligung.

 

Das sieht dann etwa so aus:

Teilnahmebedingungen: Postet einen Beitrag, markiert unseren Dampf-Shop und mindestens drei eurer Freunde (am besten selbst Dampfer 😉 ). Postet diesen Beitrag bis zum tt.mm.jjjj und Ihr nehmt am Gewinnspiel teil. Wir ziehen den Gewinner per Zufallsprinzip am tt.mm.jjjj.

 

Tipp: Sie müssen den Gewinner nicht per Zufall wählen. Sie können auch sagen, dass Sie das Beste Posting (Kriterien benennen!) auswählen und so den Gewinner bestimmen. Dafür sollten Sie die Teilnehmer dazu auffordern eigenen Content zu kreieren.

Verlangen Sie, dass die Teilnehmer einen kurzen Textbeitrag verfassen. Dort sollen Sie begründen, warum Sie den Gewinn verdient haben oder was Sie an Ihrem Shop besonders gut finden. Auf diese Weise nutzen Sie Ihre Community dazu Content zu erstellen, der Ihre Reichweite erhöht. Kunden die nach dem Gewinnspiel auf Sie aufmerksam werden, zeigen diese Beitrage warum sich ein Einkauf bei Ihnen lohnt. Solche Empfehlungen haben immer mehr Überzeugungskraft, wenn Sie vom Kunden selbst kommen, als von Ihnen.

 

Halten Sie die Augen offen. Auf Instagram und Facebook gibt es täglich sehr gute Beispiele für tolle Gewinnspielaktionen.

 

Auf Stammkunden konzentrieren!

Es passiert ganz schnell. Man schaut aus seinem Geschäft, sieht die Laufkundschaft und denkt sich: „Was kann ich tun, um diese Menschen zu meinen Kunden zu machen?“. Fortan fokussieren viele Unternehmer Ihr Marketing darauf möglichst viele Neukunden zu erreichen. Das ist sinnvoll und auch wichtig, aber eben schwierig. Viel einfacher und auch naheliegender sind Ihre Bestandskunden. Fragen Sie sich, was Sie aus dieser Zielgruppe herausholen können!

Wir Marketer nennen das Low-hanging-Fruits.  Das sind Ziele die mit sehr wenig Aufwand erreichbar sind. Man muss nur zugreifen.

PRO-Tipp:

Die mit Abstand beste Strategie auf diesem Gebiet ist so einfach wie effektiv.

Sie verschicken Gutscheine an Ihre Bestandskunden. Der Gutscheinwert richtet sich, nach dem Umsatz des jeweiligen Kunden bezogen auf den letzten Monat. Nehmen Sie beispielsweise 20%. Bei 84,25€ hätte der Gutschein dann einen Wert von 16,85€.  Den gedruckten Gutschein, senden Sie per Post an Ihren Kunden. Achten Sie darauf, dass der Gutscheinwert eine krumme Zahl ist. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Kunde bei seinem Besuch mehr ausgibt als den im Gutschein genannten Betrag. Der Clou an dieser simplen Marketingaktion ist, der geringe Aufwand und die Psychologie dahinter. Weil Sie den Gutschein auf Papier drucken wird seine Wertigkeit subjektiv massiv erhöht. Dadurch wird es sehr schwer den Gutschein zu vergessen oder verfallen zu lassen.

Zusätzlich achten Sie darauf die zeitliche Gültigkeit zu begrenzen. Einen Monat ab Erstellung ist ein idealer Einstieg.

Im KORONA Kassensystem gibt es genau dafür eine Funktion. Sie drücken eine Taste, wählen den Zielkunden aus. Sofort sehen Sie wie viel Umsatz im Zeitraum X aufs Konto dieses Kunden gehen. Jetzt rechnen Sie nur noch aus welchen Betrag der Gutschein haben soll. Den Gutschein selbst druckt Ihnen die Kasse natürlich aus. Lediglich das Versenden der Briefe müssen Sie selbst erledigen.

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